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Metadaten sind "Daten über Daten". Sie sagen aus, welchen Inhalt, welche Struktur und welche Grundbedingungen die übertragenen Daten haben. Damit ist eine schnelle Auswertung und Zuordnung des Materials in Archiven, der Rechteverwaltung und in vielen anderen Bereichen der Medienproduktion möglich.

Metadaten werden in der Austastlücke des Videos übertragen und sind damit Teil des Videosignals. Gewohnt sind schon aus den Zeiten des Analogvideos Metadaten wie Timecode, Kamerakennung, VPS und WSS. Das digitale Videosignal kann in der Austastlücke tausendfach mehr Daten unterbringen. Damit ist eine umfangreiche inhaltliche oder auch qualitative Beschreibung des Materials zu jedem Bild oder Clip transportierbar. Typische Nutzungen sind Daten für Closed-Captioning, UMID und Kameraposition.

Metadaten sind entsprechend der vielfältigen Applikationen und Prozesse mit Audio- und Videomaterial ebenfalls sehr vielfältig. In Gremien der EBU und der SMPTE hat man sich die Aufgabe gestellt, alle wesentlichen Aufgaben zu erfassen und die dafür nötigen Daten jeweils zu benennen und in einem genormten Verfahren zu transportieren. Es ist ein großer Katalog mit den unterschiedlichen Datengruppen entstanden, das "Metadata Dictonary". Dies ist ein dynamischer Katalog, denn es entstehen immer neue Anwendungen, die aufgenommen werden wollen, damit es einen genormten Datenaustausch geben kann.

Neben den für alle bekannten Katalogisierungen ist auch ein freier Bereich von Metadaten definiert, in der Anwender "nicht öffentliche" Daten in der Metadatenstruktur übertragen können. Damit lassen sich innerhalb der genormten Strukturen und Datenübertragungsverfahren jedwede Daten übertragen.

Die Art und Weise, wie diese Daten transportiert werden können, sind im MXF-Standard für Filetransfer und in der SMPTE-Norm 291 für Digitalvideo festgelegt. Im Digitalvideo sind Metadaten Teil der "Ancillary Data", die in der Austastlücke des Videosignals untergebracht sind.

"Rubidium Series"-Module "DA, DY, HA und HY" konvertieren Rechnerdaten für den normierten Transport in einem Digitalvideo (SDI, HD-SDI), lesen die Daten und stellen sie in einem Rechnerformat an der Schnittstelle wieder zur Verfügung. Lesbare Daten können sichtbar ins Video eingeblendet werden.

Erde
Abstand © Alpermann+Velte 1996 - 2008, 14.3.2008