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FAQ Abstand Kabellängen Alpermann+Velte

1. Masterausgang für Zeigeruhren im Alpermann+Velte Time-Timer-Timecode-System

Jede Zeigeruhr benötigt < 11 mA bei > 6 V. Für die maximale Kabellänge pro Ausgangsstufe ist die Ausgangsspannung, der Aderquerschnitt, der spezifische Widerstand und die Anzahl der Uhren zu berücksichtigen. Bei einer sternförmigen Verkabelung mit Aderquerschnitt 0,22 mm², einem typischen Kupferleiter und einer Ausgangsspannung von +12 V gibt die folgende Tabelle Richtwerte:

Anzahl Uhren 1 2 5 10 20 30
Länge [m] 3500 1750 700 350 175 117


Durch eine 300 mA Sicherung ist die maximale Anzahl der Uhren auf 30 pro Ausgangsstufe beschränkt.

2. LTC Ausgang

Die Ausgangs-Impedanz eines LTC-Generators sollte möglichst klein sein, der Pegel einstellbar. Nach SMPTE 12M-1995 < 50 W / 1 - 2 Vpp (max. 0.5 - 4.5 Vpp), nach EBU Tech. 3097-E < 30 W / 0.5 - 4.5 Vpp. LTC-Leser Eingänge bzw. Audio-Eingänge sollten eine Lastimpedanz von > 10 kW haben.

Beispiel: Der Generator GM-TTT hat eine Ausgangsimpedanz von ca. 27 Ohm und einen Pegel einstellbar von 0.035 Vpp - 3 Vpp. Über die Anzahl von anschließbaren LTC-Lesern liegt keine Spezifikation vor, doch ein Generator-Ausgang an 100 Leser-Eingänge sollte möglich sein.

Da die übertragungsrate sehr klein ist, können auch sehr lange Kabel verwendet werden. Mit einem guten Audiokabel dürften auch 10 km keine Probleme bereiten.

3. GPS Antennenkabel

Bei einem System mit einer GPS-Antenne und einem abgesetzten Empfänger ist die Kabellänge i.A. einige Meter (5 m, 10 m, 15 m). Dies gilt z.B. für unser Produkt GPS CR oder für eingebaute GPS-Empfänger.

Wird eine GPS-Antennen/Konvertereinheit benutzt, kann ein langes Kabel an den Empfängerteil angeschlossen werden. Die als Referenzzeitgeber für unsere Timecode-Generatoren häufig eingesetzten GPS-Empfänger GPS167 der Firma Meinberg können - abhängig vom Kabeltyp - mit folgenden Kabellängen betrieben werden:

Kabeltyp (50 Ohm) maximale Länge
nach RG58 Standard 250 m
RG213 600 m


4. Serielle Interfaces RS422, RS485

RS422 und RS485 sind elektrisch kompatibel.

Nach RS485 Spezifikation dürfen nicht mehrere Treiber gleichzeitig senden, und bis zu 32 Empfänger (genauer: 32 UL's = Unit Loads, = 12 kOhm, d.h. 64 ½ UL's sind auch möglich) können an den Bus angeschlossen werden. Nach RS422 Spezifikation sind ein Treiber und 10 Empfänger zulässig.

Die maximale Kabellänge ist in den RS422 und RS485 Spezifikation nicht definiert. Die maximale Kabellänge schrumpft mit höheren übertragungsraten. Als Faustregel gilt (24-AWG Kabel): Kabellänge [m] x Datenrate [bps] < 108:


Baudrate 9600 19200 38400 76800 115200
Länge [m] 10.417 5.208 2.604 1.302 868


Impedanz des Empfängers: > 12 kOhm (RS485); > 4 kOhm (RS422).

Impedanz des Treibers: < 60 Ohm (RS485); < 100 Ohm (RS422).

Systemabhängig muss eine Terminierung der Leitungen gewählt werden. Bei einem RS422-System gibt es nur einen Sender und ev. mehrere Empfänger, eine Terminierung erfolgt am Ende des Kabels nahe bei dem letzten Empfänger. Bei einem RS485-Bus erfolgt im Allgemeinen eine Terminierung an beiden Kabelenden. Der Terminierungswiderstand muss innerhalb 20% dem Wellenwiderstand des Kabels entsprechen, i.A. zwischen 90 Ohm und 120 Ohm. Die Terminierung verhindert Reflektionen in Leitungen. Allerdings ist bei Baudraten < 115200 bps eine Terminierung i.A. nicht erforderlich.

5. Serielle Interfaces RS232

Nach (der alten) Spezifikation:

Impedanz des Empfängers: 3 kOhm - 7 kOhm.
Impedanz des Treibers: 3 kOhm - 7 kOhm.
Kabellängen bis 50 ft (15 m), Übertragungsraten bis 20 kbps.
1:1 System (ein Treiber, ein Empfänger).

Heutige IC's garantieren Baudraten bis zu 250 kbps. Im praktischen Fall sind auch - abhängig von der Baudrate - durchaus Kabellängen bis zu 150 m denkbar, zumal bei niedrigen Baudraten (2400 bps ohne Probleme). Das Kabel muss kapazitätsarm sein, eine gute Abschirmung (z.B. zweifach geschirmt) und verdrillte Adernpaare haben. Die Signalleitungen werden mit Ihren Rückleitungen verdrillt. Der Schirm sollte an beiden Seiten an dem Gehäuse angeschlossen sein und nicht der Rückleiter sein.


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